Die Geschichte des Altstadtvereins Alzey e.V.

Als in der Mitte der 70er Jahre bekannt geworden war, dass im Rahmen einer „Altstadtsanierung“ auch neue innerstädtische Verkehrswege geplant waren, die durch Dichte und Größe einen beträchtlichen Teil des historischen Kleinstadtzentrums wesentlich verändert und zerstört hätten, wurde am 1. Februar 1976 der Altstadtverein Alzey e.V.  gegründet.

Seit Beginn unseres Bestehens haben wir uns als gemeinnützige, parteiunabhängige Bürgerinitiative kritisch und konstruktiv für eine Änderung nicht kleinstadtgerechter Verkehrsplanung, gegen teilweise begonnene Flächensanierung und gegen unüberlegte Abrisse erhaltenswerter Bausubstanz eingesetzt.

In den Jahrzehnten unseres Bestehens haben wir durch verschiedenste Aktivitäten (wie Flohmärkte, Altstadtfeste, Kunstmärkte, Weinbergshäuschen-Wanderungen, Büchermärkte u.a.) immer wieder eine finanzielle Situation geschaffen, die uns mit unseren jetzt über 700 Mitgliedern einen tatkräftigen Einsatz bei der Erforschung, Erhaltung und Gestaltung des historischen Alzeyer Stadtbildes, sowie die Pflege und Förderung heimatlicher Kunst und Kultur möglich gemacht hat.

2010 - 2019

2019

  • Feier zur Einweihung des Scheu-Kreisels in der Berliner Straße / Mainzer Straße am 8. Dezember. Finanzierung: Altstadtverein Material und Herstellung von Figur und Buchstaben – Stadtverwaltung Erdarbeiten, Fundamente und Begrünung
  • Am 31. August verstirbt der Bildhauer Florian Geyer. Er war zehn Jahre im Vorstand des Altstadtvereins und unterstützte den Verein mit Rat und Tat.
  • Der ehemalig Brunnen in der Bleichstraße wurde 2015 von Frau Feulner an den Altstadtverein zurückgegeben. 2019 Renovierung und Montage durch die Firma Balonier in Osthofen, vom Altstadtverein finanziert. – Einweihungsfeier am 25. August. Die Finanzierung Brunnenstube hat die Stadtverwaltung Alzey übernommen.
  • In den Sommerferien lässt der Altstadtverein die Bedachung des Metzgerturms mit finanzieller Unterstützung der Stadtverwaltung und vieler Spenden durch die Bürger durchführen. Einweihungsfeier am 11. August.
  • Die 2. Vorsitzende, Miriam von Helmolt, hat die Aktion „Alzey blüht“ initiiert. Diese Aktion wird im Juni zusammen mit dem Verkehrsverein Alzey, der Stadtverwaltung und den Alzeyer Schulen erfolgreich durchgeführt.

2018

  • Der Kreisel in der Berliner Straße / Mainzer Straße soll vom Altstadtverein gestaltet werden. Bürgermeister Burkhard schlägt als Motiv eine Darstellung des Rebenzüchters Georg Scheu vor. Von der Jury ausgewählt wird der Vorschlag von Doris Seibel-Tauscher.
  • Auf Antrag des Altstadtvereins wird der Efeu am Hellgassenturm entfernt.
  • Im November montiert der Altstadtverein am Hellgassentor zwei Steinkugeln und eine erklärende Bronzetafel (Wurfgeschosse für Bliden im Mittelalter). Die Kugeln sind eine Spende von Wulf und Gisela Kleinknecht.
  • Das Buchantiquariat im Bürgermeister-Bechtolsheimer-Haus in der Amtgasse 14 ist von Juni bis Oktober geschlossen: Durch Wassereinbruch waren umfangreiche Renovierungsarbeiten notwendig geworden.
  • Am 27. Mai wird Wulf Kleinknecht die Ehrenbürgerwürde der Stadt Alzey verliehen.

2017

  • Neu gewählter Vorstand:
  • 1. Vorsitzende Doris Seibel-Tauscher
  • 2. Vorsitzende Miriam von Helmolt
  • Schatzmeisterin Ruth Bauer
  • Schriftführerin Susanne Emrich-Orth
  • Beisitzer Jörg Tauscher
  • Für die notwendige Bedachung des Metzgerturms („Hexenturm“)stellt der Altstadtverein bei LEADER einen Antrag zur Förderung. Dieser Antrag wird abgelehnt.
  • Am 17. November beendet Wulf Kleinknecht nach 41 Jahren seine Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Altstadtvereins. Durch die Mitgliederversammlung wird er zum Ehrenvorsitzenden ernannt und seine Frau Gisela zum Ehrenmitglied.
  • Beginn der Fassadenillumination historischer Häuser in der Innenstadt

2016

  • 10. April: Jubiläumsfeier „40 Jahre Altstadtverein Alzey“
  • 27. Mai: Das Plakat mit dem Gedicht von Gisela und Wulf Kleinknecht, das während der Jubiläumsfeier als Bühnenhintergrund gedient hatte, wird in der Hospitalstraße an der „Scheune Jung“ montiert.
  • Zuschuss für die Fachwerkrenovierung am Haus St.-Georgen-Straße 26

2015

  • Januar: Finanzielle Unterstützung der Broschüre „40 Jahre Gruppe impuls(e)“
  • 1. März: Einweihung des Denkmals „Hohe Gerichtsbarkeit“ von Prof. Thomas Duttenhoefer auf dem neugestalteten Obermarkt – Material des Denkmals: Bronze und Sandstein
  • Zuschuss für die Fassadenrenovierung des Hauses Obermarkt 31
  • Dezember: Schmiedeeiserner Ausleger für das Hotel am Schloss

2014

  • 22. März: Für das künftige Obermarkt-Denkmal wählt eine Jury aus den neun eingereichten Modellen die Arbeit von Prof. Thomas Duttenhoefer, Darmstadt, aus. Mehr Informationen erhalten Sie hier
  • 13. September: Einweihung der Stahlfigur 2 „Winzer“ von Doris Seibel-Tauscher in der Hospitalstraße. Sponsor: Weingut Biegler-Brand
  • 2. November: Einweihung eines Bronzereliefs zur Erinnerung an Dr. Felix Adler an seinem Geburtshaus Schloßgasse 15 Ecke Amtgasse. Künstler: Florian Geyer und Doris Seibel-Tauscher. Felix Adler war ein deutsch-amerikanischer Philosoph und Sohn des in Alzey tätigen Reform-Rabbiners Dr. Samuel Adler.
  • 18. November: Vierte Aktion zur Verlegung von Stolpersteinen zusammen mit dem Künstler Gunter Demnig

2013

  • Kampf um „Prinz Emil“, das alte Brauereigebäude in der Spießgasse 75
  • Frühlingsfest für Mitglieder in der Vinothek Kaisergarten mit Heimatforscher Ludwig Lessel: „Alzeyer Gasthausgeschichten“
  • Dezember: Die Ausschreibung für ein Kunstwerk auf dem Obermarkt wird an zehn Künstler verschickt.

2012

  • 1. Mai: Einweihungen auf dem Kunst- und Kulturwanderweg
  • „Schnecke“ aus Stahl und Kunststein von B. Mathäss, Neustadt/Wstr.
  • „Buttenträger“ aus Sandstein von F. Geyer, Flomborn
  • August: Einweihung eines Reliefs von Paul Wallot an einem von ihm erbauten Haus in Alzey (Kaiserstraße 1); Material Bronze, Künstlerin Carmen Stahlschmidt
  • Informations-Veranstaltung und Verlegung weiterer 16 Stolpersteine in Alzey
  • Einweihung einer Stahlfigur „Einkaufende Frau mit Kind“ von D. Seibel-Tauscher auf dem Alzeyer Parkplatz Ostdeutsche Straße; Sponsor: Volksbank Alzey-Worms

2011

  • Frühlingsfest für Mitglieder im Hotel am Schloß mit dem Publizisten Helmut Ahrens
  • Verlegung von 18 Stolpersteinen durch den Künstler Gunter Demnig unter Beteiligung von R. Rosenau und Dr. D. Hoffmann sowie zweier Alzeyer Gymnasien mit Schülern und Lehrern
  • Einweihung des Denkmals „St.-Georgen-Tor“ an der Stelle des ehemaligen St.-Georgen-Tors in der St.-Georgen-Straße in Alzey; Bildhauer Bartl, Buchmeyer und Scholz
  • Errichtung der Nachbildung einer Steinbank vor dem alten Rathaus (Bildhauer Florian Geyer)
  • Neubau des Wingertshauses Nr. 10 nach dem Entwurf von Prof. Th. Kesseler, Düsseldorf
  • Dokumentation alter Farbanstriche am Burggrafiat Alzey
  • Spendenbeteiligung an der Alzeyer Weihnachtskrippe
  • Aufstellung der Glocke auf dem neuangelegten Stadthallenplatz

2010

  • Kampf um das Haus Bayer am Stadthallenplatz (er wurde verloren, das Haus wurde abgerissen)
  • Frühlingsfest „Volkermahl“ mit Jürgen Gorgels als Volker von Alzey in der Vinothek Kaisergarten
  • 6. Altstadtgespräch mit Günther Becker über die Geschichte der Alzeyer Freimaurerloge
  • 1. Mai: Einweihung des „Neptunbrunnens“ am Kunst- und Kulturwanderweg (Entwurf: Florian Geyer, Ausführung: Firma Alois Waldmann)
  • Spende von Ruhebänken in der Stadt, weitere sollen noch folgen
  • Beginn der Inventarisierung und fotografischen Dokumentation von Grabdenkmälern auf dem Alzeyer Friedhof.
  • Beginn der Vorbereitungssitzungen zur Verlegung von Stolpersteinen zum Gedenken ermordeter Alzeyer Juden. Der Verein konnte die beiden Experten Renate Rosenau und Dr. Dieter Hoffmann für die Recherche gewinnen.

2000 - 2009

 2009

  • 1. Mai: Einweihungen auf dem Kunst- und Kulturwanderweg
  • „Ruhe“ (Sandstein, Florian Geyer)
  • „Hund“ und „Wegweiser“ (Stahl, Doris Seibel-Tauscher)
  • Einweihung des „Synagogendenkmals“ von Florian Geyer, Flomborn
  • Der Altstadtverein beteiligt sich finanziell an der Aufstellung eines Verkehrskonzepts
  • Übernahme einer Stuhlpatenschaft im Gerry-Jansen-Theater
  • 5. Altstadtgespräch mit Frau Dr. Herr-Beck, Staatssekretärin a.D.
  • Untersuchung und Dokumentation Alzeyer Keller (mit Katasteramt)
  • Beteiligung an der Obermarktgestaltung
  • Pflanzaktion von Wildtulpen in den Weinbergen, Baumpflanzungen

2008

  • Einweihungsfeier Weinbergshaus des Lions-Club Donnersberg (nach finanzieller Beteiligung am Neubau und Übernahme)
  • Spende von 2 farbigen Glasfenstern von Stefan Gassner für den Heiligenblutturm in Weinheim
  • 1. Mai: Einweihungen auf dem Kunst- und Kulturwanderweg
  • „Steintraube“ aus Flusskieseln von Adolf Mayer aus Tramin am Stadteingang Kreuznacher Straße
  • „Kommen und Gehen“, Bronze von Prof. Eberhard Linke aus Flonheim oberhalb des Blutturms, Weinheim
  • Einweihung des Hauses Amtgasse 14, nun „Bürgermeister-Bechtolsheimer-Haus“; Buchantiquariat, das samstags von 10.30 bis 14.00 Uhr, dienstags von 15.30 bis 17.30 Uhr und außerdem an einigen verkaufsoffenen Sonntagen geöffnet ist. www.buchantiquariat-alzey.de

2007

  • Am 1. Mai wurde der Kunst- und Kulturwanderweg in den Weinbergen eröffnet mit zwei neuen Kunstwerken:
  • „Würfelstele“ aus Sandstein von Florian Geyer
  • „Traubenträgerin“ aus Bronze von Carmen Stahlschmidt, Oppenheim, auf einem Findling aus Eckelsheim
  • Einweihung des „Römischen Säulentores“ auf dem Römerkreisel in der Kaiserstraße, das in einem Steinmetz-Symposium unter der Leitung und mit dem Entwurf von Florian Geyer, Flomborn, und der Rheinhessischen Steinmetzinnung gestiftet und aufgestellt wurde; die Steine wurden vom Altstadtverein finanziert.
  • Rettung des Hauses Amtgasse 14 vor dem Abriss durch Ankauf, Renovierung nach Plänen von Prof. Kesseler, Düsseldorf

2006

  • Frühlingsfest mit der Mundartdichterin Ottilie Nußbickel
  • Umzug des Büchermarktes von der Hellgasse in das vom Altstadtverein renovierte „Kreuzgewölbe“ in der Friedrichstraße 3
  • Aufstellung des „Weinbergsengels“ am Haus 4a, Spende von Wolfgang Bauer, Wallertheim
  • Aufstellung der „Wetterfahne“ aus Stahl von Prof. Thomas Kesseler (Düsseldorf), im Weinberg nahe Kreuznacher Straße, sie ist das Symbol für die Alzeyer Weinbergswanderung
  • 4. Altstadtgespräch mit Hans Harth über die Familien Harth und Schlosser

2005

  • Ankauf der „Bronzeschnecke“ von Liesel Metten, Nieder-Olm, Standort am Weinbergshaus 22
  • 1. Frühlingsbüchermarkt in der Hellgasse 11
  • 3. Altstadtgespräch (ehemals „Stadtgutgespräch“, jetzt im Altstadthaus Flonheimerstr. 3) mit Aenne Machwirth, Gattin des verstorbenen Alzeyer Buchhändlers

2004

  • Einweihung des Fachwerkhauses Flonheimer Straße 3, jetzt „Altstadthaus“; dieses stilvolle Anwesen kann für Feste aller Art angemietet werden
  • Start des Projektes „Kunst in der Landschaft“, bei dem jährlich neue Kunstwerke in den Weinbergen aufgestellt wurden. Diese Stiftungen gingen 2007 in den ebenfalls vom Altstadtverein gegründeten „Alzeyer Kunst- und Kulturwanderweg“ über.
  • Aufstellung der „Rheinhessen-Stele“ am Haus 7, Spende von Florian Geyer, Flomborn
  • Aufstellung des „Rheinhessen-Guckers“ am Haus 8, Spende von Jürgen Kleinknecht, Mainz
  • Aufruf an alle Besitzer von Weinbergshäusern, mit finanzieller Unterstützung des Altstadtvereins dort Bäume zu pflanzen

2003

  • Endspurt der Renovierung des Hauses in Flonheimerstr. 3, nachdem sich diese durch die Aufnahme in die Denkmalliste durch neue Auflagen verzögert hat
  • Aufbau des Weinbergshauses Nr. 4a (Sekt-Haus an der Weinbergshäuschen-Wanderung)

2002

  • Übergabe des „Denkmalschützers“ (Bronzefigur von Rowland & Böhme, Bad Kreuznach) auf dem Platz vor der Allgemeinen Zeitung, Wert über 35.000 € – Sinnbild für den Altstadtverein und für das Antonitertor, das in diesem Bereich stand

2001

  • 25-jähriges Vereins-Jubiläum, mit Festakt in der Stadthalle unter der Schirmherrschaft von Staatsminister F. W. Zuber und mit Festredner Prof. Dr. Kiesow (Deutsche Stiftung Denkmalschutz)
  • Beteiligung am Alzeyer Fastnachtsumzug mit Wagen und Fußgängergruppe
  • Ausstellung im Burggrafiat: 25 Jahre Altstadtverein

2000

  • Frühlingsfest im Weingut der Stadt Alzey mit Volker Gallé
  • Vorbereitungen zum 25-jährigen Jubiläum 2001

1990 - 1999

1999

  • Stiftung der „Kardinal-Volk-Gedenkstätte“ von K.-H. Oswald, Mainz, für die katholische Kirchengemeinde im Wert von 40.000 DM

1998

  • 2. Stadtgutgespräch mit Fritz Hess

1997

  • 1. Alzeyer Stadtgutgespräch mit Marie-Elisabeth Klee
  • 1. Sommerbüchermarkt, mit Gartencafé – wird seitdem jährlich veranstaltet
  • letzte Beteiligung am Christkindches-Markt mit Kunstwerken

1996

  • Schenkung des „Undine-Brunnens“ von K.-H. Oswald, Mainz, im Wert von über 100.000 DM; die historische Glocke findet vorübergehend einen Platz neben der Stadtverwaltung
  • Nach 20 Jahren letzter Flohmarkt des Altstadtvereins

1995

  • Ankauf und Restaurierung des Weinbergshauses Nr. 22 im Rotental
  • Rettung des historischen Fachwerkhauses Flonheimer Straße 3 (erbaut 1705) vor dem Abriss durch Ankauf; Restaurierung des Gebäudes bis 2003 (Kosten: mehrere 100.000 DM)

1994

  • Die Gedenktafel für den früheren kunsthistorischen Berater des Altstadtvereins, Herrn Dr. Wilhelm Paeseler, Bronze von R. Petermann / Mainz, wird in der Paeseler-Anlage an der Stadtmauer eingeweiht
  • mehrere schmiedeeiserne Ausleger werden in der Stadt initiiert und bezahlt

1993

  • Fachwerkfreilegung des Weinguts Hoffmann, Flonheimer Straße, mit anschließendem Altstadtfest
  • 1. Herbstbüchermarkt mit Bewirtschaftung des Altstadtkellers in der Hellgasse 11 – wird seitdem jährlich veranstaltet

1992

  • Renovierung und Einweihung des Weinbergsturmes Heimersheimer Berg mit finanzieller Unterstützung des Altstadtvereins in Höhe von 60.000,- DM

1991

  • In Zusammenarbeit mit der Stadt Alzey erarbeitet Kunsthistoriker Dr. L. Sutthoff eine „Denkmälerinventarisation der Stadt Alzey und ihrer Vororte“ (70.000 DM)

1990

  • Der Stadt Alzey wird ein Nachguss der historischen Alzeyer Glocke von 1613 übergeben; diese wird auf dem wiederentdeckten Brunnen auf dem Fischmarkt aufgestellt.
  • Beginn der Renovierung des Alzeyer Weinbergsturms am Heimersheimer Berg – mit einem Zuschuss von 60.000 DM unterstützt

1980 - 1989

1989

  • Altstadtfest in der Amtgasse nach Renovierung Haus Meschett, heute Hotel am Schloss; Bürgermeister Dr. Buchheim wollte damals das Haus für 1 DM der Inneren Mission zum Abriss „verkaufen“. Teure Alternativplanungen des Altstadtvereins durch Dipl.-Ing. Hytrek aus Flörsheim/M. und öffentlicher Kampf konnten mit Unterstützung der Denkmalpflege den Abriss verhindern und die Erhaltung und Renovierung des Hauses ermöglichen.
  • Erste Weinbergshäuschenwanderung – wird seitdem jährlich veranstaltet
  • Beginn der Renovierung von Weinbergshäusern

1988

  • Altstadtfest in der St.-Georgen-Straße nach Fachwerkfreilegung Haus Klippel

1987

  • Altstadtfest zur Einweihung des Brunnens in der Hexenbleiche von Bildhauer W. Zimmermann, Düsseldorf

1986

  • Einweihung des Figurenspiels „Volker von Alzey“ im Rathausturm
  • Altstadtfest Flonheimer Straße
  • Beteiligung am Umzug „400 Jahre Freie Kreisstadt“

1985

  • Zuschuss des Altstadtvereins zum neuen Rossmarktbrunnen (Prof. G. Rumpf) in Höhe von 3.000 DM
  • Altstadtfest in Zehnbrücker Straße und Schanzenstraße

1984

  • Stiftung und Einweihung des Glockenspiels (70.000 DM) im Turm des Renaissance-Rathauses; zusätzlich wurde eine neue Wetterfahne geschenkt

1983

  • Abriss Löwenschule (erbaut 1889) unter Auflage der Erhaltung der roten Sandstein-Gesimse und Fenstergewände. Wo sind diese hin gekommen? Erhaltung eines großen Seitenportales, das später als Nordzugang zur neuen Kreisverwaltung in der Hexenbleiche wieder eingebaut wurde.
  • Altstadtfest Weberstube und Selzgasse nach den weiteren Fachwerkfreilegungen an den Häusern Selzgasse 7 und 11. Alle Fachwerkfreilegungen der letzten Jahre (seit Atzel 3, 1978) wurden vom Altstadtverein initiiert und mitfinanziert! Eindrucksvollstes Objekt aller vom Putz befreiten Häuser ist die ehemalige Engel-Apotheke am Rossmarkt!
  • Abriss des Hauses Sipp Ecke Spießgasse / Flonheimer Straße

1982

  • Fachwerkfreilegungen in der Altstadt

1981

  • Altstadtfest Wächterspfad und Ochslergasse
  • Fachwerkfreilegung des Hauses Stock in der Selzgasse

1980

  • Altstadtfest aus Anlass der Fertigstellung des geretteten Hauses Prieß, ab jetzt Sitz der Allgemeinen Zeitung

1976 - 1979

1979

  • Fachwerkfreilegung an der Engel-Apotheke am Rossmarkt auf Initiative und unter Mitfinanzierung durch den Altstadtverein
  • Exkursion unter der Führung des Vorstandsmitglieds und Historikers Dr. Paeseler zum Heidelberger Schloß, um Gemeinsamkeiten mit dem Alzeyer Schloß aufzudecken
  • Fertigstellung des alternativen Verkehrsplans „Altstadt Alzey“ von Prof. Sieverts und Dr. Rothschuh mit Beiträgen von Dipl.-Ing. Ernst Rose
  • Vortrag von Dr. Bickel über Wingertshäuschen in Rheinhessen
  • Dr. Paeseler entdeckt den „Pulverturm“ an der Stadtmauer

1978

  • Fachwerkfreilegung des 1686 erbauten Hauses Grosch, Atzel Nr. 3, mit anschließendem 1. Altstadtfest
  • Verlust der 1891 von Stadtbaumeister J. Schmitt erbauten landwirtschaftlichen „Winterschule“ (ausdrucksvolles Gebäude des Historismus am nordwestlichen Alzeyer Stadteingang) durch Abriss. Begründung: Die Umzäunung des Hauses, die später an der Ecke Wormser Straße/Mehlbergweg auf Privatinitiative wieder aufgebaut wurde, ragt 1,5 m in die neu geplante Straßenkreuzung! Auflage zur Erhaltung der profilierten roten Sandsteinteile und eines beschrifteten Kopfsteines durch das Verkehrsministerium! Wo sind diese geblieben?
  • Fachwerkfreilegung von Haus Fischer, Ochslergasse 28
  • Vortrag zur Stadtsanierung am Beispiel Hochheim von Dipl.-Ing. Hytrek aus Flörsheim. Dieses Büro erstellte Jahre später im Auftrag des Altstadtvereins eine Alternativplanung zur Erhaltung der ehemaligen Druckerei „Haus Meschett“, Schlossgasse, im Wert von 18.000 DM, heute „Hotel am Schloss“.

1977

  • Beteiligung am Fastnachtsumzug zum Thema Häuserabrisse
  • Beginn der Untersuchung eines alternativen Verkehrsplans und baugeschichtliche Untersuchung zur Stadtsanierung durch Dr. Rothschuh, Uni Kaiserslautern und Prof. Sieverts, TH Darmstadt, im Auftrag des Altstadtvereins.
  • Als Alternative zum Generalverkehrsplan legt der Architekt und Stadtplaner Dipl.-Ing. Ernst Rose einen Plan vor mit einer Fußgängerzone und Begrünung der Innenstadt vom Schloß bis zum Badeweg, der den Autoverkehr noch mehr aus der Innenstadt verbannt.
  • 1. Alzeyer Christkindchesmarkt, angeregt durch den Altstadtverein und die Allgemeine Zeitung; jährliche Beteiligung bis 1997
  • 1. Flohmarkt des Altstadtvereins; jährliche Veranstaltung bis 1996
  • 3. und 4. Ausgabe (letzte) der Vereinszeitung „Alzeyer Stadtgespräche“

1976

  • 1. Februar: Gründung des Altstadtvereins
  • 4. Februar: Vortrag von Wulf Kleinknecht: „Alzey darf nicht sterben“
  • Kampf gegen den schon vom Stadtrat verabschiedeten „Inneren Ring“ mit ca. 50 geplanten Hausabrissen in der Innenstadt und Kampf u.a. um die Erhaltung der Häuser Prieß (heute AZ-Haus), Haus Acker (heute Wein-Zinken), ehem. „Winterschule“ (1978 abgerissen), Haus Curschmann (heute Volker-Apotheke), Haus Grosch (Atzel 3), Kleine Selzgasse (abgerissen), Haus Meschett (heute „Hotel am Schloss“), Haus Wynohradnyk (Löwengasse 9), Weingut Koehler, Am Damm (abgerissen), Haus Lohr (abgerissen), Entdeckung der alten Synagoge (abgerissen)
  • 4. Dezember: Abriss des alten Synagogengebäudes durch die Stadtverwaltung. Die Synagoge wurde von der jüdischen Gemeinde von 1791 bis 1854 genutzt. Profanisiert diente sie später als Lagerhalle. 1976 stellte der Altstadtverein fest, dass dieses Gebäude der Vorgänger zur 1938 zerstörten Synagoge war. Es wurde aber im Rahmen der Verkehrsplanung damals, trotz Einspruch des Altstadtvereins, abgerissen, so dass man keine Untersuchungen mehr anstellen konnte. Siehe „Alzeyer Stadtgespräche“ Nr. 3, Dez. 76/Jan. 77
  • Vorträge von Herrn Vetter (Freiburg) und Herrn Heukemes (Stadtkurator Ladenburg) zum Thema Altstadtsanierung
  • „illegale“ Fachwerkfreilegung des vom Abriss bedrohten Hauses Curschmann, Entdeckung der Jahreszahl 1661
  • 1. und 2. Ausgabe der Vereinszeitung „Alzeyer Stadtgespräche“

Aus Gisela und Wulf Kleinknechts Fotoalbum: